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Breisach, Deutschland

Allgemeine Informationen
Das kleine Städtchen Breisach am Rhein blickt auf eine mehr als 4000 Jahre alte Geschichte zurück. Oft geriet es in den Brennpunkt politischer Rangeleien zwischen deutschen und europäischen Herrschern. Die ältesten Funde belegen, dass bereits in der Jungsteinzeit Menschen hier lebten. Aber auch den Kelten, Römern und Alemannen gefiel der Ort und sie ließen sich hier – mehr oder weniger friedlich – nieder. 1273 erteilte König Rudolf von Habsburg dem Ort die Stadtrechte und es folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Mehrere Klöster wurden während dieser Zeit gegründet, so auch das St. Stephansmünster. In den seitdem verstrichenen Jahrhunderten sahen die Bürger dieser Stadt aber auch viel Leid und Zerstörung. Nicht zuletzt während des Nazi-Regimes als die 400 Jahre alte, jüdische Gemeinde verfolgt, deportiert und vernichtet wurde.


 

Sehenswürdigkeiten
Bereits aus der Ferne können Sie das über den Dächern der Altstadt auf dem Münsterberg gelegene St. Stephansmünster sehen. Das Wahrzeichen der Stadt wird von gotischen und romanischen Stilelementen geprägt und die Bauzeit dauerte vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. In seinen Mauern können Sie herausragende Kunstwerke und Schätze ansehen, wie zum Beispiel den Hochaltar, geschaffen vom Meister H.L. und die Wandmalereien von Martin Schongauer. Der mit unglaublicher Liebe zum Detail gestaltete Reliquienschrein aus Silber wurde von dem Straßburger Goldschmied Peter Berlin 1496 fertig gestellt. Das Museum für Stadtgeschichte ist im historischen Rheintor untergebracht und führt Sie durch die Jahrhunderte zu den Schauplätzen der Stadtentwicklung. Anschließend möchten Sie sich vielleicht im Museumscafe mit seiner Freiterrasse am Schwanensee ein wenig stärken, bevor Sie sich aufmachen, das historische Breisach zu erkunden. Vielleicht interessiert Sie ja ein Besuch im Blauen Haus, das ehemalige jüdische Gemeindehaus. Diese Gedenkstätte wurde 2003 offiziell eingeweiht und soll an die jüdischen Opfer des NS-Regimes in Breisach erinnern. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite können Sie die fast vollständig erhaltende Festungsanlage Neuf-Brisach besuchen. Die Anlage aus dem späten 17./ frühen 18. Jahrhundert ist sternförmig angelegt und groß genug, die ganze Stadt darin zu beherbergen. Ein beeindruckendes Erlebnis! Machen Sie auch einen Abstecher zum Eckartsberg oder zum Augustinerberg, direkt in der Kernstadt von Breisach gelegen. Diese kleinen, aber feinen Weinanlagen führen Ihnen das Können der hier ansässige Winzer vor Augen. Sehen Sie die Trauben sprießen aus denen später der bekannte Burgunder, Müller-Thurgau oder Silvaner gekeltert wird.


 

Wissenswertes
Das Leid und die Schrecken, die Breisach und seine Bürger im Laufe der Geschichte erlebten, scheinen Spuren hinterlassen zu haben. Bereits am 5. Juli 1950 sprachen sich die Breisacher bei einer Wahl mit 96% für ein einiges und freies Europa aus. Sie waren damit die Ersten in Europa und erhielten daher den Ehrentitel „Europastadt“.


Landessprache
deutsch


Währung
Euro