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Ägina, Griechenland

Allgemeine Informationen
Die griechische Insel Ägina, der Name bedeutet übersetzt „Ziegeninsel“, liegt im Sardonischen Golf in der Ägäis. In der gleichnamigen Gemeinde wohnen heute mehr als 13.000 Menschen. Der Name der Insel geht auf die Nymphe Aigina zurück, welche hier ihren von Zeus gezeugten Sohn Aiakos zur Welt brachte – so erzählt es uns zumindest die Sage. Auch die Enkel Aiakos’ sollten später Ruhm erlangen: es handelt sich um Achill und Ajax. Der Berg Óros (auch Profiti Elías genannt) ist mit 531 Metern über dem Meer der höchste Ort der Insel. Bereits seit dem 2. Jahrtausend vor Christus ist die Insel bewohnt, die archäologischen Funde lassen auf eine enge Verbindung zur minoischen Kultur Kretas schließen. Aigina war die erste Stadt in Griechenland, die eigene Münzen prägen ließ. Die Handelsbeziehungen erstreckten sich in der Vergangenheit über die Mittelmeerwelt hinaus bis ans Schwarze Meer und nach Ägypten. Im 5. Jahrhundert vorchristlicher Zeit entstand dann eine starke Konkurrenz zu Athen, welche in kriegerischen Auseinandersetzungen mündete und damit endete, dass die Athener die Insel 456 vor Christus eroberten. Erst im modernen Griechenland erlangte Ägina für kurze Zeit wieder einen wichtigen Status: vom 12. Januar bis zum 3. Oktober 1828 war es die Hauptstadt des Landes.


 

Sehenswürdigkeiten
Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel ist der spätarchaische Tempel der Göttin Aphaia, welcher etwa 13 Kilometer östlich der Ortschaft Ägina steht. Er wurde auf einem Hügel um 500 vor Christus errichtet. Die an seinem Giebel angebrachten Figuren wurden 1812 an den bayerischen Kronprinzen Ludwig verkauft. Heute sind sie in der Glyptothek in München zu sehen. Allerdings gibt es hier auch ein Museum über die Grabungen auf dem Tempelgelände. Doch auch in Äginas Hauptort können Sie die antiken Funde der Archäologen ansehen: die Aigina-Kolona, eine prähistorische Siedlung mit beeindruckender Mauer, Heiligtum und Apollo-Tempel sowie Grabhügeln aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Auf dem Berg Óros können Sie das Zeusheiligtum aus dem 5. Jahrhundert vor Christus und eine mykenische Stadtanlage besichtigen. Im Inselinneren liegt der heute verlassene Ort Paleochora. Im Mittelalter war er die Hauptstadt der Insel, welche als Schutz vor Piraten nicht an der Küste lag. Die Häuser des Ortes sind zwar zerfallen, doch seine 32 Kirchen (überwiegend aus dem 13. und 14. Jahrhundert) sind gut erhalten.


 

Wissenswertes
In Homers Ilias führt Achilles die Myrmidonen an beim Sturm auf die Strände Trojas. Laut der Sage kamen sie von der Insel Ägina. Sie gelten zwar als erste militärische „Spezialeinheit“, allerdings ist der Wahrheitsgehalt der Sage nicht zu überprüfen.


Landessprache
Griechisch


Währung
Euro